VC-Männer besiegen sich selbst

Mit einer 1:3 (25:15, 18:25, 23:25, 18:25)-Niederlage traten am Sonntagabend die Männer des VC Dresden die Heimreise aus Bayern an. So richtig lustig war diese Busfahrt nach einem eher desolaten Auftritt beim Tabellennachbarn TSV Niederviehbach nicht.

Nur im ersten Satz, den sie klar mit 25:15 gewannen, konnten die VC-Männer an die guten Leistungen in den bisherigen Spielen im neuen Jahr anknüpfen. Danach lief bei ihnen nicht mehr viel zusammen.

Im zweiten Satz gerieten die Sachsen durch viele Fehler und Abstimmungsprobleme schnell in Rückstand. Besonders die Außenangreifer blieben unter ihren Möglichkeiten. Bei 4:8 nahm VC-Trainer Marco Donat seine erste Auszeit. Bei 6:10 kam Quentin Adam für Tino Walter auf das Feld. Auch eine weitere Auszeit bei 16:21 brachte keine Änderung, so dass die Gastgeber den Abschnitt klar mit 25:18 gewannen.

Nach anfänglich ausgeglichenem Spiel gerieten die Sachsen in der Mitte des dritten Abschnittes mit 13:16 in Rückstand. Anschließend konnten die Elbestädter den hart umkämpften Satz bis zum Ende offen halten, aber schließlich hatten die Gastgeber mit 25:23 dann doch das bessere Ende für sich.

Dieser knappe Satzverlust war der eigentliche „Knackpunkt“ in diesem Spiel, denn anschließend lief bei den Dresdnern nicht mehr viel zusammen. Sie gerieten im vierten Satz schnell über 3:9 und 11:21 klar auf die Verliererstraße. Weder die bei 4:11 und 8:18 genommenen Auszeiten noch die vorgenommenen Auswechselungen Mathis Rehse für Tilo Einsiedel, Nils Püschel für Felix Weishaupt und Tino Walter für Martin Kroß konnten die Gastgeber stoppen, die den Satz klar mit 25:18 und damit das Spiel mit 3:1 gewannen. Mit dieser Niederlage rutschten die VC-Männer auf Tabellenplatz 5 ab.

Augenscheinlich haben die VC-Männer ein „Niederviehbach-Syndrom“, denn bereits im Hinspiel in Dresden unterlagen sie den Bayern nach einer desolaten Leistung mit 1:3. Wenn sich dieses Syndrom ähnlich auswirkt wie in der Hinrunde, als die Donat-Männer nach dieser Heimpleite eine Serie mit fünf Siegen und nur einer Niederlage starteten, könnte man diesen blamable Auftritt vielleicht sogar verzeihen.

Die nächste Gelegenheit zur Rehabilitierung besteht bereits am kommenden Samstag, den 3. März ab 20 Uhr, wenn sie den Tabellenzweiten ASV Dachau empfangen.

Sportdirektor Sven Dörendahl war über den blamablen Auftritt seiner Mannschaft richtig sauer: „Wir boten eine sehr schwache Leistung und haben den Gegner damit stark gemacht. So wie wir uns heute präsentiert haben, gewinnt man keine Spiele in dieser Liga. Ich erwarte von jedem Spieler ernsthafte Arbeit im Training. Wir sind in dieser Saison noch lange nicht durch.“

Rolf Hiecke

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