Dem VCD bleibt Aufstieg verwehrt

2. Bundesliga, Allgemein | 29.05.2020

Das war dann noch mal ein packender Showdown zum Saisonende. Spannender hätte es kaum sein können, auch wenn gar nicht gespielt wurde. Doch wie die gesamte Saison war auch der Schlussakkord noch mal verkorkst. Die Volleyball Bundesliga GmbH (VBL) hat dem Lizenzantrag des VC Dresden nicht stattgegeben. Wir müssen also ein weiteres Jahr von der 2. Bundesliga der Männer träumen. 

Die Entscheidung dazu fiel am Ende mehr als knapp aus. Die entscheidende Abstimmung, ob der VCD in die 2. Bundesliga Staffel Nord aufgenommen wird, fiel mit 5 Ja-Stimmen bei 5 Nein-Stimmen gegen uns aus. Abgestimmt hatten die Vereine der Staffel. Es gab zwei Enthaltungen. “Das ist natürlich sehr enttäuschend, zumal uns von allen Seiten attestiert wurde, dass wir sportlich mithalten könnten und eine Bereicherung der Liga gewesen wären”, sagt Sven Dörendahl, Vereinsvorsitzender und Sportdirektor des VCD. 

Bei Saisonabbruch lag der VCD auf Rang vier der Tabelle der 3. Liga Ost. Weil zwei zu dem Zeitpunkt davor platzierte Vereine aber ihr Aufstiegsrecht nicht wahrgenommen haben, weil sie nicht an der Vorlizenzierung teilgenommen hatten, musste die VBL zwischen dem TSV Mühldorf und dem VCD als Regelaufsteiger entscheiden. Rein rechnerisch wäre es möglich gewesen, dass die VCD-Männer noch an den Mühldorfern (Platz 2 bei Saisonabbruch) vorbeiziehen. Doch diese sportliche Entscheidung gab es bekanntlich nicht mehr. Die VBL hat sich vor einigen Tagen schließlich dazu entschlossen, nur den Mühldorfern einen regulären Platz in der 2. Bundesliga Süd zu gewähren. Zuvor wurde festgelegt, dass eine Quotientenregel zur Anwendung kommt, wonach die mehr erzielten Punkte pro absolviertem Spiel bis zum Saisonabbruch ausschlaggebend waren. Wir wünschen dem TSV viel Erfolg im Oberhaus. 

Mit Mühldorf war die maximal mögliche Anzahl von 14 Teams in der Staffel Süd erschöpft. Die VBL ließ jedoch die Möglichkeit offen, dass der VCD in der Nord-Staffel antritt. Dort gab es nur 12 Lizenzanträge, die alle erteilt wurden. Auf 14 Teams hätte noch aufgestockt werden können. Die Entscheidung darüber überließ die VBL jedoch den zwölf potenziellen Konkurrenten der Dresdner für die kommende Saison. Nur ein einziger Verein weniger hätte gegen den VCD stimmen brauchen, dann hätte es doch noch mit dem Aufstieg geklappt.

“Das ist ein Dämpfer für unsere Bemühungen. Gute Laune hat in Dresden gerade niemand. Davon werden wir uns aber nicht aus der Bahn werfen lassen, zumal es ja auch nur noch glückliche Umstände waren, dass wir überhaupt noch ein paar Wochen lang – bis zu dieser Entscheidung – vom Aufstieg träumen durften”, erklärt Dörendahl.