Perfektes Turnier endet mit der Goldmedaille

Allgemein, Nachwuchs | 19.03.2019

Das hatte kaum einer für möglich gehalten. Die U18 des VC Dresden hat die Regionalmeisterschaft von Sachsen und Thüringen gewonnen und fährt nun als gesetzte Mannschaft zur Deutschen Meisterschaft. Vor Turnierbeginn in Friedrichroda hatte das Trainergespann alles für möglich gehalten, nur nicht die Goldmedaille. Doch es kam anders.

Zum Glück, möchte man sagen. Doch das was seit der verloren gegangenen Sachsenmeisterschaft ablief, hatte nicht viel mit Glück zu tun, sondern war eine derart geschlossene Mannschaftsleistung vom Trainerteam über sämtliche Spieler auf und neben dem Feld bis hin zum Küchenteam, wie sie bislang noch nie so aufgegangen war, wie am vergangenen Sonntag.

Noch nie wurden die Jungs derart intensiv auf einen Gegner vorbereitet wie auf das erste Spiel gegen die L.E. Volleys. Zur Sachsenmeisterschaft vor wenigen Wochen hat unser VCD-Team noch chancenlos 0:2 verloren. Doch schon auf der Rückfahrt von Leipzig nach Hause ging die Aufarbeitung des Spiels und damit die Vorbereitung auf die so wichtige Regio-Meisterschaft los.

Das Trainerteam: Die Videoanalyse brachte wichtige Erkenntnisse und eine neue Strategie. Darauf wurden die Trainingsinhalte abgestellt. Behutsam wurden die Spieler wieder aufgebaut. Die Taktik ging voll auf. Lohn: Gold bei der Regio! Teilnahme an der Deutschen Meisterschaft!

Die Mannschaft: Die Strategie machten sich alle zu eigen. Der Trainingseifer Tage zuvor wurde gesteigert, einer zog den anderen mit. Der Spaß am Spiel war wieder da. Jeder wollte unbedingt dabei sein. Zweifel wurden einfach weggeredet. Statt zu meckern, wurde motiviert und jeder Punkt abgefeiert. So mutig haben sie selten gespielt. Aufschlagfehler wurden kaum registriert. Der Lohn: Gold bei der Regio! Teilnahme an der Deutschen Meisterschaft!

Die Eltern: Eine Übernachtung vorher kostete zusätzlich Geld, aber so musste keiner in aller Frühe aufstehen. Eine Vorhut musste noch vor der Mannschaft da sein, um die Schlüssel der Jugendherberge in Empfang zu nehmen. Die Jungs spielten am Abend vorher noch Bezirksliga. In einer Küche wurden den ganzen Tag Schnitzelbrötchen vorbereitet, in anderen Wohnungen wurde gebacken, Daumen gedrückt und unterstützende Botschaften gesendet. Ein privater Bus wurde zur Verfügung gestellt. Und die Eltern waren zahlreich mit Klappern bestückt auf der Tribüne lautstark präsent, um den Jungs Mut zu machen. So wurde das Turnier beinahe zum Heimspiel. Der Lohn: Glückliche Söhne!

Der erste Satz, der erst in der Verlängerung gegen die L.E. Volleys gewonnen wurde, war so etwas wie das Schlüsselereignis für dieses Turnier. Man muss aufpassen, nicht zu euphorisch zu werden. deshalb sei hier dem sonst so strengen Trainerteam die Spielanalyse überlassen. „Die Mannschaft ist über sich hinausgewachsen und ist an diesem Tag völlig zurecht Meister geworden. Die Mannschaft hat sich als Team diesen Titel erarbeitet. Durch ihre Ausgeglichenheit hat sie keiner Mannschaft Blößen aufgezeigt, die diese nutzen konnten“, sagt Trainer Stefan Benderoth.

Das ist umso erstaunlicher, dass unsere U18 die jüngste Mannschaft war, in der sogar U16-Spieler auftrumpften, auftrumpfen mussten, wenn man erfolgreich sein wollte. Nach dem 2:0 (-25, -13) gegen die L.E. Volleys folgte ein überlegener Satzgewinn nach dem anderen. Gegen VC Gotha gelang ebenso ein 2:0 (-18, -16) wie gegen den Schmalkalder VV (-16, -9). Nachdem Gotha im letzten Spiel Leipzig 2:0 besiegte, begleiten die Thüringer unseren VCD zur Deutschen Meisterschaft am letzten April-Wochenende im bayerischen Mühldorf. Benderoht: „Dafür heißt es, sich weiter zu verbessern und noch einmal zu steigern, um sich wieder gut und teuer zu verkaufen“. (gk)

Für den VCD spielten: Alexander, Richard, Johann, Yannek, Artur, Felix, Malte, Simon, Till, Pierre, Konrad, Karl-Lennart

Trainer: Stefan Benderoth, Michael Hemmer

Da ist das Ding! Till schwingt den Pokal in die Höhe.
Unsere zwölf Jungs wuchsen über sich hinaus.
Hungern musste auf der Hinfahrt niemand.
Da war der Sieg gegen Leipzig eingetütet.
Feier nach dem zweiten Sieg.
Erlösung nach dem letzten Spiel.