U20-Sachsenmeisterschaft in Dresden begeistert mit Spannung, Emotionen und hochklassigem Jugendvolleyball
Am vergangenen Wochenende wurde Dresden zum Mittelpunkt des sächsischen Nachwuchsvolleyballs. Die besten U20-Mannschaften des Landes trafen sich zur Sachsenmeisterschaft, um nicht nur den begehrten Titel auszuspielen, sondern sich zugleich für die Regionalmeisterschaft zu qualifizieren. Zahlreiche Zuschauer, mitgereiste Eltern und Vereinsvertreter sorgten für eine stimmungsvolle Kulisse und machten das Turnier zu einem echten Höhepunkt der Jugendsaison.
Bereits die Qualifikationsrunden in den vier sächsischen Bezirken hatten gezeigt, wie eng das Leistungsniveau in dieser Altersklasse inzwischen ist.
Der Weg zur Sachsenmeisterschaft
Im Bezirk Chemnitz lieferten sich die Teams intensive Duelle. In den Halbfinals setzten sich der TSV Flöha und der VSV Oelsnitz jeweils erst im Entscheidungssatz durch. Das anschließende Finale entwickelte sich zu einem echten Krimi. In zwei äußerst knappen Sätzen behielt Oelsnitz mit 26:24 und 25:23 die Oberhand und löste damit das Ticket für die Sachsenmeisterschaft.
Der Bezirk Leipzig ermittelte seinen Vertreter in einer Vierer-Runde. Hier setzte sich der VV DJK Colditz durch. Besonders der hart umkämpfte 2:1-Erfolg gegen den GSVE Delitzsch sollte sich im weiteren Verlauf als spielentscheidend für den ersten Platz erweisen.
Auch im Bezirk Ostsachsen wurde den Zuschauern hochspannender Volleyball geboten. Nach Siegen in den Halbfinals erreichten Viktoria Räckelwitz und VF Blau-Weiß Hoyerswerda das Finale. Dort bewies Hoyerswerda Nervenstärke und gewann erneut knapp mit 2:0 (25:23, 25:23).
Im Bezirk Dresden setzte sich die SV Kreuzschule Dresden durch und komplettierte das Teilnehmerfeld der Finalrunde.
Zusätzlich waren der VC Dresden als Gastgeber sowie die L.E. Volleys im Vorfeld für die Endrunde gesetzt.
Die Finalrunde – sechs Teams, ein Ziel
Die Sachsenmeisterschaft wurde in zwei Gruppen ausgespielt:
Gruppe A:
VC Dresden · VSV Oelsnitz · SV Kreuzschule Dresden
Gruppe B:
L.E. Volleys · VV DJK Colditz · VF Blau-Weiß Hoyerswerda
Schon in der Gruppenphase zeigte sich, dass jede Mannschaft ihren Platz bei diesem Turnier absolut verdient hatte.
Gruppenphase – Spannung von Beginn an
Gruppe A
Der VC Dresden eröffnete das Turnier gegen den VSV Oelsnitz. Während der erste Satz mit 25:14 noch eine klare Angelegenheit für die Gastgeber war, entwickelte sich der zweite Durchgang zu einem echten Nervenkrimi. Oelsnitz erspielte sich sogar einen Satzball, doch die Dresdner bewahrten Ruhe, zeigten starke Nerven und entschieden den Satz schließlich mit 26:24 für sich.
Im zweiten Gruppenspiel präsentierte sich die SV Kreuzschule Dresden äußerst souverän. Mit viel Druck im Aufschlagspiel und konsequenter Chancenverwertung gewann sie gegen Oelsnitz mit 2:0 (25:16, 25:17) und unterstrich damit ihre Ambitionen.
Das abschließende Gruppenspiel zwischen dem VC Dresden und der Kreuzschule wurde damit zum echten Schlüsselspiel. Der Sieger würde dem großen Favoriten Leipzig im Halbfinale aus dem Weg gehen. Entsprechend hoch war die Intensität. Nach einem umkämpften ersten Satz zugunsten der Kreuzschule fand der VC Dresden im zweiten Durchgang deutlich besser ins Spiel. Mit starken Aufschlägen und stabiler Annahme gelang der 25:16-Satzausgleich. Auch im Entscheidungssatz dominierten die Dresdner das Geschehen und sicherten sich mit 15:7 den Gruppensieg.
Gruppe B
In Gruppe B gaben die L.E. Volleys von Beginn an den Ton an. Gegen Hoyerswerda spielte sich das Leipziger Team schnell frei und gewann deutlich mit 25:10. Zwar konnte Hoyerswerda im zweiten Satz besser mithalten, doch auch hier setzte sich Leipzig mit 25:21 durch.
Im zweiten Spiel folgte ein weiterer klarer Erfolg gegen Colditz (25:12, 25:13), womit Leipzig frühzeitig als Gruppensieger feststand.
Das direkte Duell zwischen Hoyerswerda und Colditz entwickelte sich anschließend zu einem echten Kampfspiel. Nach dem Satzausgleich musste der Entscheidungssatz über den Halbfinaleinzug entscheiden. Hier behielt Colditz die bessere Übersicht und gewann mit 15:10.
Halbfinale – der Weg zur Regionalmeisterschaft
Im ersten Halbfinale traf der VC Dresden auf den VV DJK Colditz. Die Gastgeber machten von Beginn an deutlich, dass sie sich vor heimischem Publikum keine Blöße geben wollten. Zwar konnte Colditz phasenweise dagegenhalten, doch in den entscheidenden Momenten war Dresden präsenter. Mit einem 2:0-Erfolg sicherte sich der VC Dresden nicht nur den Finaleinzug, sondern zugleich die Qualifikation zur Regionalmeisterschaft in Thüringen.
Das zweite Halbfinale zwischen den L.E. Volleys und der SV Kreuzschule Dresden wurde zu einem der emotionalen Höhepunkte des Turniers. Die Kreuzschule spielte mutig, setzte Leipzig immer wieder unter Druck und gewann verdient den zweiten Satz. Im Entscheidungssatz entwickelte sich ein hochspannendes Duell auf Augenhöhe. Erst in der Schlussphase setzte sich die Routine der Leipziger durch, die mit 15:12 den Finaleinzug perfekt machten.
Platzierungsspiele
Im Spiel um Platz fünf setzte sich VF Blau-Weiß Hoyerswerda nach drei Sätzen gegen den VSV Oelsnitz durch.
Das kleine Finale gewann die SV Kreuzschule Dresden mit 2:0 gegen den VV DJK Colditz und belohnte sich für eine starke Turnierleistung mit dem dritten Platz.
Finale – würdiger Abschluss eines starken Turniers
Im Endspiel standen sich mit dem VC Dresden und den L.E. Volleys die beiden Gruppensieger gegenüber. Beide Teams begannen konzentriert, doch mit zunehmender Spieldauer fanden die Leipziger besser in ihren Rhythmus. Den ersten Satz entschieden sie mit 25:22 für sich.
Auch im zweiten Durchgang blieb das Spiel lange offen. Beim Stand von 17:17 keimte beim Gastgeber noch einmal Hoffnung auf, doch Leipzig zeigte seine ganze Erfahrung und gewann den Satz schließlich mit 25:20.
Damit sicherten sich die L.E. Volleys verdient den Titel des U20-Sachsenmeisters.
Ehrungen, Dank und Ausblick
SSVB-Vertreter Dr. Ralf Müller überzeugte sich persönlich von der sehr guten Organisation der Veranstaltung und nahm die Siegerehrung vor.
Zum besten Spieler des Turniers wurde Julius Roscher (L.E. Volleys) gewählt, der als Zuspieler über das gesamte Wochenende hinweg das Spiel seiner Mannschaft lenkte und entscheidend prägte.
Ein großer Dank gilt allen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern, den Schiedsrichtern sowie den zahlreichen Eltern und Fans, die mit ihrer lautstarken Unterstützung für eine großartige Turnieratmosphäre sorgten.
Der VC Dresden und die L.E. Volleys vertreten Sachsen nun bei der Regionalmeisterschaft in Thüringen. Dafür wünschen wir beiden Teams viel Erfolg und maximale sportliche Erlebnisse.
















