VC Dresden bezwingt Tabellenführer im Sachsenderby – hier die Fotos
Die beste Saisonleistung des VC Dresden war in der 2. Volleyball-Bundesliga der Männer nötig, um mit 3:1 (25:17, 31:33, 28:26, 25:20) die L.E. Volleys aus Leipzig zu bezwingen. Die waren bislang ungeschlagen und sind weiter Tabellenführer. „Es war ein hochemotionales Derby, das wir vielleicht etwas glücklich gewinnen, aber nicht unverdient“, sagt Dresdens Trainer Peter Hesse.
Erstmals in dieser Saison hatte Hesse den kompletten Kader zur Verfügung. Insbesondere das Fehlen von Till Sittner, der mit Schulterproblemen aussetzen musste, war nicht zu kompensieren. Zum Derby meldeten sich nun alle wieder fit zurück.
Der erste Satz begann mit 5:0 für die Dresdner nach Maß. Das brachte das nötige Selbstvertrauen. Auch wenn die favorisierten Leipziger Mitte des Satzes besser ins Spiel kamen, brachten die Dresdner den Vorsprung sicher ins Ziel. Diesen Flow nahmen die Hausherren mit in den zweiten Satz. Beim Zwischenstand von 15:11 frohlockten schon einige Dresdner Zuschauer, dass heute ein Sieg möglich wäre. Doch dann wackelten die Dresdner an der Aufschlaglinie. Die Leipziger kamen stattdessen immer wieder zu Breakpunkten. Zwölf Aufschlagfehler im zweiten Satz waren auf Dresdner Seite zu viel und nicht zu kompensieren. Trotz großem Kampf ging der Satz mit 33:31 an die Leipziger.
Das sorgte auf Seiten der Gäste für Aufschwung. Nun entwickelte sich ein absolut hochklassiges Volleyballspiel, in dem die Führung immer wieder wechselte. Auch dieser Satz ging in die Verlängerung. Den konnten die Dresdner auch deshalb für sich gewinnen, weil das Team wieder stabiler von der Aufschlaglinie agierte. „Die entscheidenden Phasen waren, als Leipzig wieder aufkam. Da haben wir dagegengehalten und gute Lösungen gefunden“, sagt Hesse.
Diesen Schwung nahmen die Dresdner mit in den vierten Satz. Nach 3:0-Führung vergrößerte das Team den Vorsprung sogar auf 8:3 und 12:6. Doch die Leipziger gaben das Derby zu keinem Zeitpunkt verloren. Immer wieder zeigten sie mit herausragenden Angriffsaktionen, weshalb in dieser Saison noch kein Team der Liga in der Lage war, sie zu schlagen. Beim 21:21 war wieder alles offen. Auf den gut gefüllten Zuschauerrängen hielt es kaum noch jemanden auf den Bänken. Am Ende machten die Dresdner weniger Fehler und holten mit dem vierten Satz drei Punkte gegen den Tabellenführer.
Hesse hält sich mit Einzelkritik in der Regel zurück. „Dieses Mal will ich aber ausdrücklich unsere beiden Zuspieler loben. Über den Rhythmus-Wechsel haben sie es heute entschieden“.
Schwere Auswärtspartien
Am kommenden Wochenende steht ein schwerer Doppel-Spieltag mit der weitesten Reise an. Am Sonnabend, 31. Oktober, 19 Uhr, treffen die Dresdner auf den Aufsteiger Keiler Volleys Stuttgart. „Das ist ein Team mit Leuten, die schon Zweitligaerfahrung haben. Das wird nicht leicht“, sagt Hesse.
Am Sonntag, 1. November, 15 Uhr, sind die Volley Youngstars Friedrichshafen die Gegner. Das Ausbildungsteam mit zahlreichen Jugendnationalspielern hat zwar in den ersten vier Spielen noch keinen Satz gewinnen können, doch auch das Team wollen die Dresdner nicht unterschätzen. Zumal es für Friedrichshafen das erste Heimspiel ist und das Trainerteam geschickt agieren muss, um die Belastung dieser kräftezehrenden Auswärtsfahrt zu steuern. „Wir wollen aber auf jeden Fall möglichst viele Punkte mitnehmen, um wieder in vordere Regionen der Tabelle vorstoßen zu können“, sagt Hesse.
Die Spiele sind wie immer kostenlos auf Youtube zu sehen.
Fotos: Frank Kleinert


































